Aktuelles / Pressemitteilungen

 

Mengsberg hat Zukunft

 

Bau des Nahwärmenetzes hat am 09.06.2017 begonnen

 

 

„5,8 Millionen Euro sind sehr, sehr viel Geld – aber es ist gut angelegt“,  freute sich Bürgermeister Thomas Groll und betonte: „Sie nehmen die Zukunft in die Hand und  finanzieren sie.“

 

Zwar soll erst im August der Bau der Heizzentrale „Am Berg“ beginnen und erst im kommenden Jahr das Solarthermiefeld folgen, doch seit Freitagmorgen sind die Arbeiten am Bioenergiedorf Mengsberg bereits in vollem Gange. Los geht es mit dem Nahwärmenetz, das letztendlich 9,2 Kilometer lang wird und etwas über 140 Genossen die Wärme ins Haus bringen soll.

Für den Auftakt des historischen Projektes hatte sich Karlheinz Kurz, Vorstandsmitglied der Genossenschaft und Ortsvorsteher in Personalunion, etwas Besonderes einfallen lassen: Er verzichtete auf einen symbolischen ersten Spatenstich und ließ stattdessen einen Baggerfahrer, der mit seinem Arbeitsgerät in den kommenden Wochen und Monaten im Dorf aktiv sein wird, quasi den Startschuss geben: Er bat den Mann, mit der Baggerschaufel eine Sektflasche zu zertrümmern – denn Scherben sollen ja schließlich Glück bringen, noch dazu erinnerte die Handlung an eine Schiffstaufe. Er wünsche sich einen unfallfreien Verlauf der Arbeiten, sagte Kurz und betonte: „Bei Baustellen kommt es immer zu Behinderungen. Ich hoffe, dass die  Arbeiter möglichst gut mit den Bürgern über die Runden kommen. Ein erstes Feedback nach Beginn der Fräsarbeiten fiel jedenfalls gut aus.“ Aufsichtsratsvorsitzender Harald Trümner ergänzte, dass es bei Bauarbeiten meistens Widrigkeiten gebe: „Aber wir sind dafür da, um diese auszuräumen.“ Es seien in den vergangenen zwei Jahren auch schon einige Hindernisse aufgetreten, aber diese hätten die Mengsberger auch gemeistert. „Wenn ich einen Film drehen wollte und eine Klappe zur Verfügung hätte, würde ich sagen: Unser Dorf hat Zukunft – die Zweite“, erklärte Bürgermeister Thomas Groll. In dem Wettbewerb sei es in Sachen Bioenergie vornehmlich um Theorie gegangen: „Und jetzt fängt die Praxis an.“ Der Rathauschef ist sich sicher, dass die Zahl der Genossen noch weiter wächst: „Wenn die Menschen etwas sehen, wachsen das Interesse und die Begeisterung – und sie fangen Feuer.“ Zwei Mengsberger haben dies, wie Kurz berichtet, bereits getan: „Ein weiterer befindet sich in Lauerstellung.“ 

Groll sprach den Mengsbergern noch sein Lob für ihr Engagement aus – aber auch den Vertretern der Firma Viessmann, die als Generalunternehmer fungiert, und der VR-Bank HessenLand als Darlehensgeber. Deren Prokurist Richard Wagner sprach Mitarbeiter Klaus Pfalz ebenfalls ein Lob aus und be zeichnete ihn als „Mister Nahwärmenetz“, der diese Projekte mit Herzblut vorantreibe. Pfalz stellte heraus, dass Mengsberg sein 13. Bioenergiedorf sei – er dies aber nicht als schlechtes Ohmen betrachte. Die Mengsberger lassen ein rund 3 000 Quadratmeter großes Solarthermiefeld samt Heizzentrale mit Holzhackschnitzelanlage und einem Biogaskessel bauen. Rund 20 Prozent des Wärmebedarfs sollen über Sonnenenergie gedeckt werden, der Rest wird von der Holzhackschnitzelanlage aufgefangen (zudem gibt es für Extremsituationen noch einen Biogaskessel). Sollte das Projekt gut laufen, lasse sich das Solarthermiefeld von der Größe her auch verdoppeln und sogar verdreifachen, verkündete Kurz. 10,5 Cent soll die Kilowattstunde kosten. Geplant ist, die Heizzentrale am Ende des ersten Bauabschnitts im November in Betrieb zu nehmen und dann rund 50 Haushalte im Dorf an ihr Nahwärmenetz angeschlossen zu haben. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 5,4 Millionen Euro – 1,9 Millionen Euro kommen aus Zuschüssen. Für 80 Prozent der Summe bürgt die Stadt, die im Fall der Fälle die Anlagen übernehmen würde. Weitere 600 000 Euro wollen die Mengsberger in eine Lagerhalle für die Hackschnitzel und einen Schulungsraum an der Nahwärmezentrale investieren.

 

 

Text und Foto (c) Florian Lerchbacher

 

 

07:04:2017 - Bioenergiedorf Mengsberg: Jetzt geht’s endlich richtig los!

Vertrag mit der Firma Viessmann als Generalunternehmer unterzeichnet

 

 

2012 kamen u. a. Mengsberg‘s Ortsvorsteher Karlheinz Kurz und Bürgermeister Thomas Groll erstmals mit Georg Stegemann, dem Leiter Projektentwicklung Bioenergiedörfer und –systeme der Firma Viessmann, zusammen. Seinerzeit wurde besprochen, ob und ggfs. wie Mengsberg den Weg zum „Bioenergiedorf“ einschlagen kann. Mit Fördermitteln der Europäischen Union zur Entwicklung des ländlichen Raumes finanzierte die Kommune eine Machbarkeitsstudie. Diese kam zu einem positiven Ergebnis und daraufhin gründete sich im Herbst 2014 eine Bioenergiegenossenschaft. Anschließend folgten viele Gespräche, Überlegungen und Planungen. Diese mündeten dann in ein konkretes und umsetzbares Konzept. Der Genossenschaftsverband bestätigte die Wirtschaftlichkeit und mit der VR-Bank HessenLand wurden die notwendigen Schritte zur finanziellen Umsetzbarkeit besprochen. Eng begleitet wurde dieser Prozess von der Kommune. Diese unterstützt die Bioenergiegenossenschaft bei der Bauleitplanung, gewährt eine entsprechende Bürgschaft und veräußert Land, damit die Bioenergiegenossenschaft den Bau einer Heizzentrale verwirklichen kann. Nachdem zwischenzeitlich 138 Anschlussnehmer, darunter auch die Stadt Neustadt (Hessen) und der Landkreis Marburg-Biedenkopf, gefunden wurden, stand der Vertragsunterzeichnung mit der Firma Viessmann als Generalunternehmer nichts mehr im Wege.

 

Diese fand am 7. April 2017 im Werksgebäude in Allendorf/Eder statt. Hieran nahmen die Vorstandsmitglieder der Bioenergiegenossenschaft Karlheinz Kurz, Klaus Schwalm, Susanne Wilhelm und Thomas Theis sowie Aufsichtsratsvorsitzender Harald Trümner und Aufsichtsratsmitglied Thorsten Samsa teil. Begleitet wurden sie von Bürgermeister Thomas Groll, Bauamtsleiter Thomas Dickhaut und Klaus Pfalz von der VR-Bank HessenLand. Eingangs betonten Georg Stegemann und Marco Ohme, Leiter des Projekt und Engineering Center der Firma Viessmann, dass dies ein guter Tag für Mengsberg und das Unternehmen sei. Ein langer Weg nehme einen erfolgreichen Abschluss und gemeinsam wolle man nun an die Umsetzung des Vorhabens gehen. Ohme dankte Vorstand und Aufsichtsrat der Bioenergiegenossenschaft für die konstruktiven Gespräche und das Vertrauen in die Firma Viessmann.

 

 

 

 

Im Namen des Vorstandes lies Ortsvorsteher Karlheinz Kurz nochmals die letzten Jahre Revue passieren. Er sei stolz darauf, dass Mengsberg nun zu einem Bioenergiedorf werde und damit eines der Hauptziele des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“, an welchem Mengsberg mit so großem Erfolg teilgenommen habe, nunmehr in die Umsetzung gehe. Noch 2017, so Kurz, wolle man rund fünfzig Haushalte an die Nahwärmeversorgung anschließen. Die weiteren sollen dann 2018 folgen. Kurz hob das gute Miteinander mit der Kommune hervor und dankte insbesondere Bürgermeister Groll und Bauamtsleiter Dickhaut für die stets konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

 

Bürgermeister Thomas Groll gratulierte den Mengsbergern zu diesem mutigen Schritt. „Fast 6 Mio. Euro werden in den kommenden beiden Jahren investiert. Ihr habt die Goldmedaille beim Bundeswettbewerb nicht nur für die Vitrine gewonnen, sondern geht daran, eure damaligen Ziele umzusetzen. Das ist der richtige Weg. Euer Dorf hat wirklich Zukunft“, so der Bürgermeister.

 

 

Gemeinsam mit Marco Ohme unterzeichneten die Vorstandsmitglieder den entsprechenden Generalunternehmervertrag. Die Firma Viessmann wird nun daran gehen, das Vorhaben alsbald umzusetzen.

 

Ortsvorsteher Karlheinz Kurz kündigte an, dass in wenigen Wochen ein Spatenstich erfolgen solle, zudem alle Mitglieder der Genossenschaft eingeladen werden. Eine solche Veranstaltung, solle das Zusammengehörigkeitsgefühl nochmals stärken und deutlich machen, dass man eine starke Gemeinschaft für Mengsberg sei. 

 

 

 

 

 

Aktuelle Übersicht der Preisentwicklung verschiedener Energieträger

 

Rechte: C.A.R.M.E.N. e.V. / Stand 12/2016

 

 

Erfassung der Hausanschlüsse und

Planung der Trasse sind abgeschlossen!

27.12.2016

Die Erfassung der Hausanschlüsse und die Planung der Trasse sind abgeschlossen. Bei eisiger Kälte haben Mitarbeiter der Firma Viessmann und dem Vorstand der BEGM in den Heizungskellern der Anschlusshäuser  den Standort der Hausübergabestationen, sowie den Anschluss von außen an die Haupttrasse festgelegt. Das bedeutet auch, dass im Frühjahr mit der Umsetzung des Projekts „Sonnen- und Bioenergiedorf Mengsberg“ begonnen wird. Auf dem Bild von links: Hier wird die Haupttrasse zur Reithalle vom Hallenbad her festgelegt.

 

Projektleiter Firma Viessmann Dipl. Ing. Georg Stegemann, Bauleitung Firma Viessmann vor Ort Dipl. Ing. Volker Helfenbein, 2. Vorsitzender des Reit- und Fahrverein Mengsberg  Jan von Holten, Student der Firma Viessmann Christoph Heidrich, Karlheinz Kurz Vorstand der Genossenschaft.

 

 

 

14.11.2016 - Die Termine für die Trassenbegehung stehen fest

 

Die Termine für die Grundstücksbegehung zur Festlegung der Hausanschlüsse stehen fest. Beginn ist am 30.11.2016, die letzte Begehung ist für den 08.12.2016 geplant. Wer jetzt schon absehen kann, dass er zu den geplanten Terminen nicht zuhause ist, kann sich schon jetzt mit dem Vorstand zwecks Absprachen in Verbindung setzen.

 

 

23.10.2016 - Die Trassenbegehung startet im November

 

Die Begehung der Haupttrasse (öffentliche Straßen) findet in der 45. Kalenderwoche statt.

 

Die Grundstücksbegehungen finden in der 48. und 49. Kalenderwoche statt. Hierbei werden der genaue Rohrleitungsverlauf auf den Grundstücken, der Gebäudedurchbruch, der Leitungsverlauf in den Gebäuden sowie die Position der Hausübergabestation (HÜS) festgelegt. Der Vorstand wird hierzu vorab jeden Genosse zwecks Terminabsprache ansprechen, da die Begehung gemeinsam mit den Eigentümern erfolgt.

 

Der Vorstand führt nach wie vor jeden Mittwoch von 18:00 Uhr bis 19:00 im Feuerwehrhaus eine Informationsveranstaltung für Genossen und Interessierte durch, in der gerne auch individuelle Fragen gestellt werden können.

 

 

 

 01.10.2016

 

Bioenergiedorf Mengsberg kurz vor dem Baustart!

 

Endgültiger Trassenverlauf für die Nahwärme in Mengsberg wird jetzt festgelegt;
Grundstücksbegehungen erfolgen in Kürze.

 

Zufriedene Gesichter nach dem Unterzeichnen der Absichtserklärung zeigten von links:  Marco Ohme (Lt. Ing. Viessmann), Susanne Wilhelm (Vorstand) Karlheinz Kurz (Vorstand) und Georg Stegemann Dipl. Ing. Viessmann)
Zufriedene Gesichter nach dem Unterzeichnen der Absichtserklärung zeigten von links: Marco Ohme (Lt. Ing. Viessmann), Susanne Wilhelm (Vorstand) Karlheinz Kurz (Vorstand) und Georg Stegemann Dipl. Ing. Viessmann)

Jetzt sind wir wieder einen Schritt weiter“ freuten sich die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der Bioenergiegenossenschaft Mengsberg eG (BEGM) sowie die Ingenieure der Firma Viessmann am Ende einer gemeinsamen Sitzung in der vergangenen Woche. Mit vier Unterschriften unter einer Absichtserklärung wurde die letzte Planungsphase eingeläutet, die zur Ausführung und somit zum lang ersehnten Baubeginn führt. Derweil blicken alle Beteiligte auf arbeitsreiche Wochen zurück, in denen die Optimierung der Technik und eine neue Wirtschaftlichkeitsberechnung erfolgte, da aufgrund der Wärmelieferverträge, die mit den Mitgliedern abgeschlossen wurden, nun konkrete Wärmeliefermengen vorliegen. Erfreulicherweise konnten in dieser Zeit auch zwei neue Mitglieder gewonnen werden. Parallel zur Planung wurden Abstimmungen für die erforderlichen baurechtlichen Genehmigungen getroffen. Nachdem die Firma Viessmann, die als Generalunternehmer fungieren wird, die Planung für die Heizzentrale und das Solarthermiefeld erstellt und dem Vorstand der BEGM übergeben hat, wird jetzt das Nahwärmenetz mit den Hausanschlüssen endgültig geplant. Hierfür werden zunächst  bei allen Häusern, die an das Nahwärmenetz angeschlossen werden, detaillierte Aufzeichnungen der örtlichen Gegebenheiten und der geplanten Leitungsführung gemacht. Die notwendige Begehung der Grundstücke erfolgt gemeinsam von Mitgliedern der Technikgruppe der BEGM, Ingenieuren der Firma Viessmann, dem Bauleiter der Tiefbaufirma und den Hauseigentümern. Über die Termine werden die Hauseigentümer rechtzeitig informiert. Noch eine Aussage erfreute die bei der Sitzung Anwesenden - nach dem Zeitplan gefragt, erklärte Projektleiter Dipl.Ing. Georg Stegemann, dass aus Sicht der Firma Viessmann einem Start der Wärmeversorgung durch die BEGM mit Winterbeginn 2017/18 nichts im Wege steht.

 

Für Fragen rund um die Nahwärme in Mengsberg findet jeden Mittwoch im Mengsberger Feuerwehrgerätehaus von 18.00 bis 19.00 Uhr eine Sprechstunde statt.

 

Darüber hinaus gibt es weitere Infos unter www.begmengsberg.de oder bei Karlheinz Kurz unter 06692 7550.

 

Karlheinz Kurz

 

 

 

14.05.2016

 

Die Bioenergiegenossenschaft Mengsberg eG informiert

 

Neue Internetadresse: www.begmengsberg.de

 

Ab sofort hält der Vorstand der Bioenergiegenossenschaft Mengsberg eG  jeden MITTWOCH von 18.00 bis 19.00 Uhr eine Informationssprechstunde im Feuerwehrhaus Mengsberg ab. Hier können  die Mitglieder der Genossenschaft oder Anschlussinteressierte   detaillierte Fragen stellen. Auf besonderen Wunsch können bei Bedarf auch z.B. Heizungsbauer, die über den Anschluss der Hausübergabestation oder den hydraulischen Abgleich informieren, bzw. Mitarbeiter der Firma Viessmann, die Antworten auf Fragen wie “Pufferspeicher ja oder nein?” geben,  vor Ort sein. Der Vorstand will  mit diesen Sprechstunden die Möglichkeit eröffnen, in ausführlichen Gesprächen gezielt auf noch offene Fragestellungen einzelner einzugehen. Im Verlauf der Generalversammlung wurde deutlich, dass es im Vorfeld der Realisierung der Nahwärmeversorgung noch offene Fragen gibt. Darauf soll gezielt eingegangen werden. Nähere Informationen  und Anmeldungen für die Sprechstunde bei Karlheinz Kurz, 066927550 begmengsberg@outlook.de

 

Karlheinz Kurz

 

 

 

08.05.2016

 

Bioenergiegenossenschaft Mengsberg eG hielt Mitgliederversammlung ab!

 

In der zweiten Generalversammlung der Bioenergiegenossenschaft Mengsberg am Freitag, 22.04.2016, konnten sich die Mitglieder ein Bild über den Verlauf des Nahwärmeprojektes machen. Aufsichtsratsvorsitzender Harald Trümner begrüßte neben den anwesenden Mitgliedern auch Klaus Pfalz von der VR Bank, Georg Stegemann und Marco Macek von der Firma Viessmann. Einen Tätigkeitsbericht über die Arbeit des Vorstandes gab Karlheinz Kurz. Dabei erläuterte er auch die Überlegungen, die angesichts anderer Möglichkeiten der Nahwärmeversorgung für Mengsberg betrachtet wurden. Nach eingehender Prüfung hat sich der Vorstand weiter für das auf Solarthermie und Holzhackschnitzel basierende Konzept entschieden. Der, aufgrund eines anderen Termins, verspätet eingetroffene Bürgermeister Thomas Groll stellte in seinem Grußwort die Bedeutung des Nahwärmeprojektes heraus. Er betonte, dass in Mengsberg damit eine wichtige Entscheidung für die Zukunft getroffen wurde, ein Gemeinschaftsprojekt, das von den politischen Vertretern der Stadt Neustadt unterstützt wird, indem diese ihre Zustimmung zur erforderlichen Bankbürgschaft gegeben haben. Dies zeugt von einem großen Vertrauen diesem Projekt und dessen Erfolg gegenüber.

 

Nachdem die Versammlung durch die Berichte des Vorstandes und des Aufsichtsrates die neuesten Entwicklungen zum Projekt gehört hatten, konnten sie anhand einer Präsentation, die Herr Marco Maczek vorbereitet hatte, den Stand der Planungen sehen. Insbesondere der Entwurf der Heizzentrale wurde interessiert betrachtet. Mit der perspektivischen Darstellung des Gebäudes ließen die Planer der Firma Viessmann an diesem Abend die Heizzentrale vor den Augen aller entstehen. Mittels eines Projektablaufplanes mit allen Fachbeiträgen stellte Herr Stegemann als Endtermin für die Fertigstellung den Beginn der Heizperiode 2017 in Aussicht.

 

Den neuesten Stand der Finanzierung erläuterte Herr Klaus Pfalz in seinem Bericht. Erfreulicherweise wurden die staatlichen Fördergelder in diesem Jahr nochmals erhöht, so dass sich die Zeit, die seit Gründung der Genossenschaft vergangen ist, positiv für die Finanzierung und damit auf die Wirtschaftlichkeit des Projektes ausgewirkt hat. Hiervon profitiere jedes Mitglied der Genossenschaft, erklärte Klaus Pfalz und schlug damit einen Bogen zu einem Zitat Friedrich Wilhelm Raiffeisens, dass er seinem Vortrag vorangestellt hatte: „Was dem einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele.“

 

Karlheinz Kurz stellte anschließend den Wärmeliefervertrag, der mit allen Mitgliedern der Genossenschaft abzuschließen ist, vor und betonte die Wichtigkeit dieses Vertrages für den weiteren Projektablauf. Erst nach Rücklauf der abgeschlossenen Verträge an den Vorstand kann der nächste Schritt, die Ausführungsplanung, in Auftrag gegeben werden. Auch Karlheinz Kurz machte den Anwesenden noch einmal deutlich, wie wichtig es ist, dass die Mitglieder der Genossenschaft gemeinsam zum Erfolg des Projektes, beitragen, indem sie sich ebenso für ihr Projekt einsetzen und es fördern, wie die Vertreter in Vorstand und Aufsichtsrat. Viele Wärmelieferverträge wurden schon an diesem Abend unterschrieben und zurückgegeben. Allerdings waren nicht alle Mitglieder anwesend, so dass die Verträge durch den Vorstand zugestellt wurden.

 

Der Vorstand bittet alle, die den Vertrag noch nicht zurückgegeben haben, dies schnellst möglichst nachzuholen, um dadurch Verzögerungen zu vermeiden.

 

Eines ist sicher, so Karlheinz Kurz, werden jetzt nicht alle Verträge zurückfließen, kann die Firma Viessmann die finale Planung nicht erstellen. Denn nur wenn die Verträge vorliegen ist die Berechnung der benötigten Wärmemenge möglich. Sollten wider Erwarten einige festeingeplante abspringen, wird das Projekt nicht umgesetzt werden können. Völlig unverständlich für Karlheinz Kurz ist die Tatsache, dass seit zwei Jahren Genossenschaftseinlagen bezahlt werden und wenn es losgehen soll, wird ein Rückzieher gemacht.

 

Unter dem Punkt verschiedenes wurde mehr Öffentlichkeitsarbeit und Informationen seitens der Mitglieder gewünscht. Mittlerweile hat sich hier eine positive Neuerung ergeben, die Bioenergiegenossenschaft Mengsberg hat eine eigene Hompage. Unter der Adresse www.begmengsberg.de stehen nun Informationen zur Nahwärme und der Genossenschaft zur Verfügung. Auch die erwähnte Planung kann hier betrachtet werden.

 

Susanne Wilhelm

 

 

17.04.2016

 

Planung der Heizzentrale geht ins Detail

 

Die Planungen für den Bau der Nahwärmeversorgung in Mengsberg schreiten voran. Bei einem Besuch der Viessmann Werke in Allendorf Eder informierten sich die Mitglieder der Technikgruppe der Genossenschaft sowie Vetreter des Vorstandes und des Aufsichtsrates über das Herzstück der zukünftigen Heizzentrale, den Biomassekessel. Im Technikbereich der Werke konnten die Mengsberger die in Betracht kommenden Komponenten wie Heizkessel, Hackschnitzelförderung und Filteranlage eingehend betrachten und in Aktion begutachten. Ausführlich wurden die Möglichkeiten der verschiedenen Heizkessel besprochen. Eine entscheidende Frage bei der Wahl des Kessels ist die Qualität des Heizmaterials. In Mengsberg wird dies aus Holzhackschnitzeln bestehen, die vorwiegend  von Hessen Forst und von den Waldintressenten Mengsberg bezogen werden. Geplant ist aber auch die Annahme von Astwerk und Schnittgut, das im privaten Bereich anfällt. Somit liegen, Holzhackschitzel unterschiedlichster Güte vor, die hohe Anforderungen an die Technik des Ofens stellen, um höchste Energieeffizienz zu erreichen. Eine aufwändige Filtertechnik wird den Heizkessel begleiten, der die alten Heizungen der 143 Mengsberger Energiegenossen ersetzen wird und durch den Wegfall der vielen Einzelheizungen den Ausstoss von Abgasen und Feinstaub enorm reduzieren wird. Am 22. April findet um 20.00 Uhr im Gasthaus Ochs in Mengsberg die Generalversammlung der Bioenergiegenossenschaft Mengsberg statt. Allen Mitgliedern werden an diesem Abend die neuesten Entwicklungen und die weitere Vorgehensweise vorgestellt. Wer noch kein Mitglied ist, sich aber über die Möglichkeiten eines Anschlusses informieren möchte, ist herzlich eingeladen dies zu tun und den Vorstand anzusprechen (Kontakt:Karlheinz Kurz, Tel. 06692 7550).

 

Susanne Wilhelm, Mitglied im Vorstand der BEGM

 

 

 

 

 

 

 

 

Technikmeeting am 23.03.2016 in Allendorf bei der Firma Viessmann

 

 

 

28.02.2016

 

Nächster Schritt zur Nahwärmeversorgung in Mengsberg

Ein wichtiger Schritt für die Bioenergiegenossenschaft Mengsberg (BEGM) wurde jetzt mit zwei Unterschriften besiegelt: die Vorstandsmitglieder Karlheinz Kurz und Klaus Schwalm unterzeichneten den Vertrag mit der Firma Viessmann über die Planungsleistungen der Nahwärmeversorgung. Damit steht auch fest, dass bei der Wärmegewinnung nach wie vor auf die Kombination von Solarthermie und Holz gesetzt wird, nachdem in den letzten Wochen ein weiteres Konzept zur Nahwärmeversorgung geprüft wurde. Dieses Konzept basierte auf einer Wärmegewinnung durch die Verstromung von Gas und hätte eine langjährige Bindung der Bioenergiegenossenschaft mit einem Energiekonzern zur Folge gehabt. Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile und aufgrund des Ergebnisses einer neuen Wirtschaftlichkeitsberechnung, die eine Optimierung Konzeptes „Solarthermie und Holz“ beinhaltet, sind sich Vorstand und Aufsichtsrat sicher, dem richtigen Energiesystem für die Nahwärmeversorgung den Vorzug gegeben zu haben. Für die Mitglieder der Bioenergiegenossenschaft wird es somit keine Kopplung ihres Wärmepreises an die Weltmarktpreise für Energie geben. In Aussicht gestellte langfristige Lieferverträge für Holz und die Sonnenergie sichern stabile Verbraucherpreise im Gegensatz zu den schwankenden Preisen fossiler Brennstoffe. Die Vorteile für die Anschlussnehmer der Nahwärme sind allerdings nicht nur in den stabilen Wärmepreisen zu sehen. Wärmeverluste, die bei konventionellen Heizungsanlagen zu tragen sind, gehören für Anschlussnehmer der Vergangenheit an. Sie bezahlen nur die verbrauchte Nutzwärme ab ihrem Anschluss. Auch alle Betriebskosten des eigenen Heizkessels und Finanzrückstellungen für die Erneuerung der eigenen Heizanlage entfallen zukünftig für Nahwärmegenossen. Trotz der hohen Investitionskosten für Heizzentrale und Wärmenetz werden die Investitionskostenanteile pro Anschlussnehmer unterhalb der Kosten liegen , die jeder einzelne für eine konventionelle Heizanlage aufbringen müsste. Dies ist durch die Unterstützung staatlicher Förderstellen möglich, die die Nahwärmegenossenschaft erwartet und von denen jeder Nahwärmeabnehmer profitieren wird. Nicht zuletzt wird durch die Nahwärmeversorgung mit ihrer hocheffektiven Technik und dem Verzicht auf fossile Brennstoffe ein Beitrag zur CO2-Neutralität geleistet von dem auch die nächsten Generationen profitieren werden.
Weitere Informationen und die nächsten Schritte werden den Mitgliedern der Bioenergiegenossenschaft in der Generalversammlung im April erläutert. Aber auch allen anderen Interessierten stehen Vorstand und Aufsichtsrat gerne Rede und Antwort. Sollten Sie also Fragen haben oder prüfen lassen wollen, ob auch ihr Haus noch an das Wärmenetz angeschlossen werden kann, wenden Sie sich an uns. Kontakt: Bioenergiegenossenschaft Mengsberg eG, 06692 7550 (Karlheinz Kurz), BEGMengsberg@outlook.de

 

Susanne Wilhelm, Mitglied im Vorstand der BEGM

 

 

22.02.2016

 

Aufgrund der letzten Wirtschaftlichkeitsberechnung vom Oktober 2015 und dem fallenden Preis für Heizöl haben wir weitere Möglichkeiten untersucht, die uns ein sicheres und effizientes Fundament für unsere Nahwärmeversorgung geben können. Zwei Lösungen haben wir in Betracht gezogen und eingehend geprüft: zum einen das im letzten Schreiben vorgestellte Konzept der „EAM-Natur“ und zum anderen die Optimierung unseres ursprünglichen Konzeptes in Zusammenarbeit mit der Firma Viessmann.

Vorstand und Aufsichtsrat haben in den letzten Wochen sehr viel Zeit damit verbracht, Vor- und Nachteile beider Konzepte zu vergleichen und dabei mit beiden Anbietern intensive Verhandlungen geführt.  
Eine Entscheidung ist mittlerweile gefallen: Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, dass wir am ursprünglichen Konzept festhalten und bei der Wärmegewinnung nach wie vor auf Solarthermie und Holz setzen. Damit werden wir weiterhin ganz auf regenerative Energieerzeugung zurückgreifen und eigenständig, ohne Bindung an einen Energiekonzern unsere Wärmeversorgung selbst steuern.

Durch die vorgenommene Optimierung wurde die Wirtschaftlichkeit des Konzeptes nachgewiesen und das zu einem Wärmearbeitspreis, der den in der Absichtserklärung genannten Bruttopreis von 14,8Ct/kWh schon jetzt um über 2 Ct unterschreitet. Da die Optimierung ausschließlich bei der Heizzentrale erfolgte und die Optimierung des Netzes sich demnächst anschließt, erwarten wir hier noch Veränderungen.

Um den Bau unserer Nahwärmeversorgung voranzutreiben, wurde die Firma Viessmann umgehend mit der Entwurfsplanung der Heizzentrale beauftragt. Dies ist ein wichtiger Schritt, dem in diesen Tagen weitere Schritte gefolgt sind: Beantragung der Fördermittel, Flächennutzungsplan, Vorbereitung des Grunderwerbes.

In der Generalversammlung werden wir Sie näher informieren, die weitere Vorgehensweise und auch den Wärmeliefervertrag vorstellen. Als Termin für die Generalversammlung können Sie sich heute schon den 22. April 2016 vormerken, eine Einladung erhalten Sie satzungsgemäß zwei Wochen vor dem Termin.

Da momentan keine hohen Investitionskosten gedeckt werden müssen, werden wir den Einzug der 3. Rate des Genossenschaftsbeitrages ins nächste Quartal auf den 1.Juni 2016 verschieben.

 

Susanne Wilhelm, Mitglied im Vorstand der BEGM